Der heutige Neumond hatte es mal wieder auf die Sonne abgesehen und sollte vor der Sonne vorbeiziehen. Wir hatten uns mit Bekannten verabredet und unser heutiges Biken entsprechend umdisponiert.
Kurz vor 18 Uhr trafen wir uns zum Grillen,
und dafür hatten die Frauen Grill-Würste bei Timm gekauft und auf persönlichen Wunsch eines einzelnen Herren (Uwe) wurde auch Krautsalat besorgt. Zu fünft saßen wir dann erst im Garten, bis wir satt waren, und machten uns dann gegen 19 Uhr auf den Weg.
Unser Ziel war der Treppenturm auf der Knappenhalde.
Leider ist dieser Aussichtspunkt nur halbherzig ausgeführt. Die Robinien und Obstbäume, die im Umfeld des Treppenturmes stehen, sind so hoch, dass man selbst von der Turmspitze aus wenig Ruhrgebiet sieht, solange das Laub an den Bäumen ist. Schade um den Treppenturm, aber das ist ein anderes Thema.
Wenn wir dort oben auf der Halde heute aber etwas von der Sonnenfinsternis sehen wollen, dann wird das nur von der oberen Plattform wirklich Spaß machen.
Auf dem Radweg auf der Halde mussten wir schon einige kleine Grüppchen überholen, und so war es dann auch nicht verwunderlich, dass dort oben alles voll und die Knappenhalde eigentlich bereits vor der Finsternis überfüllt war.

Ich stieg gar nicht von meinem Fahrrad ab, denn schon vorher hatten wir ausgemacht, dass wir weiterziehen, wenn wir nicht auf den Turm kommen. Wir überlegten uns, dass wir mal zur Brücke der HOAG-Trasse über die Essener Straße radeln können und schauen, wie voll es dort ist.
Auf der Sonnenstand-App hatte ich vorher schon gesehen, dass die Essener Straße dort genau in die richtige Richtung zeigt. Als wir dort ankamen, war es dort tatsächlich menschenleer. Es liefen oder radelten zwar immer mal Leute vorbei und nachher kamen auch noch drei, viel „Nachbarn“ mit dazu, aber von Enge keine Spur.
So konnten wir von dort aus sehr schön den Beginn der Sonnenfinsternis beobachten und auch einige Fotos machen. Dafür hatte ich mir im Vorfeld einige günstige Filter in Form von Schweißschutzgläsern (DIN 11) gekauft.
Aus zweien hatte ich wieder einen Sonnenfinsternisbeobachtungsschutz Marke „Eigenbau“ hergestellt. Eine andere Scheibe hatte ich mit zwei Gummiringen auf der Rückseite meines Handys befestigt und konnte mittels Heranzoomen einige Fotos aufnehmen. Weil Tanjas Kolleginnen außerdem reichlich Beobachtungsbrillen besorgt hatten, 
wollte dann keiner meinen „Sonnenfinsternisbeobachtungsschutz“ und eine fremde Nachbarin benutzte ihn immer wieder.
Den Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis im Ruhrgebiet wohl gegen 20:12 Uhr
und danach stand die Sonne für uns dann so tief, dass die Straßenbäume sie verdeckten und die Kamera Probleme bekam.
Wir hatten dann aber auch genug gesehen und wollten wieder nach Hause radeln.
Allerdings schauten wir uns erst noch etwas Kunst an und fuhren deshalb um die Knappenhalde herum. Dort schauten wir uns die Industrietempel am Fuß unter der Knappenhalde,
die Eisenskulptur mit Köpfen und das Kunstwerk „Durchblick“ an, bevor wir die letzten Meter nach Hause radelten.
Den heutigen Track habe ich in Komoot abgelegt.
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