Gelber Pin und AusgrabungsstätteAuch in diesem Jahr gab es wieder die Chemnitzer Linux-Tage und ich hatte mir wieder ein paar Vorträge herausgesucht, die ich mir anschauen wollte. Um neun Uhr begann am Samstag der erste Vortrag und so setzte ich mich kurz vorher mit einem frischen Tee vor meine Laptops.
eingeschneiter E-ScooterAb neun Uhr hatte ich mir auch gleich zwei Vorträge nacheinander ausgesucht, in denen es um den Vim ging. Beim ersten Vortrag gab es zu Anfang einen Versprecher: „Vim funktioniert vollständig ohne die Benutzung der Tastatur => Gelächter => ähm Maus“. Leider entsprach das genau der Konzentriertheit der Dozentin. Die Vortragende nutzt den vim sicher ständig für ihre wenigen speziellen „Probleme“, am Elpenbachdarüber hinaus war sie aber in der vim-Nutzung nicht sehr bewandert und das freie Sprechen auf der Bühne lag ihr auch nicht übermäßig. Trotzdem habe ich aus diesem Vortrag ein paar Tipps mitgenommen.
WBO-LKWIm zweiten vim-Vortrag ging es um „Register und Makros in Vim“ und der Dozent war deutlich besser, sowohl im Wissen um vim als auch als Vortragender.
Trotzdem verließ ich den zweiten vim-Vortrag schon nach einer halben Stunde und wechselte in den Vortrag „Troubleshooting für Systemadministratorinnen“. an der TackenbergstraßeAllerdings war dieser Vortrag eher akademischer Natur und auch wenn die Vortragende einige Beispiele brachte, nahm ich in diesem Vortrag für mich nichts Neues mit.
Der Vortrag ging wohl bis 12 Uhr und die letzten Minuten mit den Fragen verpasste ich, weil Tantwydjatwydtwyd und ich gegen 11:20 Uhr loswollten.
Laptops beim Chemnitzer Linux-Tage 2023Gegen 14 Uhr waren wir mit dem Mittagessen fertig und der nächste Vortrag, den ich mir anschauen wollte, begann eigentlich erst um 15 Uhr. Es lohnte also nicht, sich noch etwas hinzulegen. Also schaute ich noch mal ins Vortragsprogramm und fand einen interessanten Vortrag über VPNs mit Wireguard und den hörte ich mir dann an. Der Vortrag war auch ganz gut und interessant – und im Rückblick wahrscheinlich der Vortrag, der mir an diesem Wochenende am meisten brauchte.
Brücke am ElpenbachDie VPN-Veranstaltung endete schon viertel vor drei und fand auch im selben Raum statt, wie „mein“ nächste Vortrag, sodass es hier keine Überschneidung auf meiner Wunschliste gab. Die nächsten beiden Vorträge („Deklarative Netzwerkkonfiguration mit IfState“ und „Linux Router mit Alpine Linux“) waren zwar technisch anspruchsvoll, aber für mich nicht besonders interessant. Beide Vorträge wurden von selben Dozenten gegeben, der fachlich absolut fit und auch gut vorbereitet war. Fußweg am ElpenbachDer Dozent erzählte zwar, dass er auch debian benutzt, schwärmte aber immer wieder von Alpine Linux und machte damit schon etwas neugierig. Vielleicht sollte ich Alpine Linux auch mal auf meine To-do-Liste stellen.
Als Nächstes gab es einen Vortrag, bei dem der Referent Bjtwydrntwydtwyd Lässig hieß und scheinbar war der Nachname Programm. Klar, er war schon ziemlich versiert, tat aber sehr gelangweilt und stöhnte permanent. an der DinnendahlstraßeAußerdem erklärte er auch nicht sehr gut. Manchmal schien es so, als wenn er die Tipps nicht ganz bis zum Ende ausformulierte, so als wenn er die Lust daran verloren hätte. Gerade solche Sachen wie den ssh-agent hätte ich gern mal erklärt bekommen. Schade, denn das hätte der Vortrag mit dem für mich größten Potenzial sein können.
Dinnendahl CarreeDer für heute letzte Vortrag endete um 18 Uhr und nachher hatte ich erst noch ein paar Dinge fertig zu schreiben und dann aßen wir Abendbrot.

Am nächsten Morgen setzte ich mich kurz vor 10 Uhr vor meine Laptops und hörte mir den nächsten Vortrag an: „Einstieg in die Automatisierung mit Ansible“. an der DinnendahlstraßeIch hörte, dass Ansible deklarativ und idempotent (egal, wie oft ich das Playbook ausführe, hinterher habe ich das System immer im selben Zustand) ist. Außerdem erzählte der Dozent uns gleich zu Anfang, dass es auch einen Ad-Hoc-Modus gibt, mit dem man zum Beispiel mal schnell herausfinden kann, „wo wird ein bestimmter Server auf anderen Systemen benutzt“. Dazu hatte er eine Weile später auch ein Beispiel für uns.
Ecke TackenbergstraßeNach dem ersten Ansible-Vortrag hörte ich mir spontan auch noch den nächsten Vortrag an, in dem prinzipiell auch noch mal um Ansible ging. Der Vortag hieß Konfigurationsmanagement über verschiedene Netze mit AWX und dieses AWX ist eine Art Web-GUI, die auf Ansible aufsetzt und dieses um viele coolen Dinge erweitert.
SchneeglöckchenNach dem Mittagessen hatte ich ein etwas volleres Programm, denn ich hatten immer zwei Favoriten zeitgleich gefunden. Als Ersten schaute ich mir etwas über Rspamd an. Der Dozent war zwar technisch fit, aber sehr „Ähm“-lastig und deshalb nicht sehr gut anzuhören. Blick durch den AntonieparkAußerdem begann der Vortrag scheinbar einiges vor 13 Uhr und so verpasste ich den Anfang. Meine ersten 20 Minuten waren eine Aneinanderreihung von Begriffserklärungen der infrage kommenden Feature und dieses herunter rattern wurde mir etwas langatmig. Übrigens hatte ich tatsächlich nicht mitbekommen, dass der Vortrag schon um 12:30 Uhr startete.
Schnee im GartenKurz vor halb zwei sprang ich vom RSpamd-Vortrag in den Yubikey-Vortrag. Los ging es damit, dass der Kurs wohl schon um 13:00 Uhr begonnen hatte und mir dadurch auch hier der Anfang fehlte. Aber auch ansonsten war das ein ziemlich anstrengender Vortrag. Es klappte nichts und das nicht gelegentlich, sondern fortwährend. Museum St. Antony HütteDer Dozent vertippte sich permanent oder er musste vergessene Arbeitsschritte nachholen und selbst als er ganz zum Schluss seinen Arbeits-Laptop rebootet hatte und den Bildschirmschoner vorführen wollte, klappte das nicht. Förderturm und SteigerhausEigentlich hätte wohl der Bildschirmschoner angehen müssen, nachdem er den Yubikey abgezogen hatte, aber der Desktop blieb an und ungesperrt.
Danach hatte ich wieder zwei gleichzeitige Vorträge auf der Liste. Der eine schien aber kurzfristig angesagt worden zu sein, jedenfalls gab es auf der Vortrags-Seite keinen Link zum Stream.
Pfütze im StadtgartenAber zeitgleich lief noch ein anderer Vortrag, der mich auch interessiert hatte, in dem es um Ransomware ging und den ich ganz gut fand.
Ab 15 Uhr schaute ich mir einen Vortrag über die Vereinsverwaltung mit CiviCRM (Sprich [zi:vi:ci:rem] an. Eigentlich hatte ich gehofft, etwas zu finden, das sich auch als „Intranet-Lösung“ missbrauchen lässt. Pausenbild beim Chemnitzer Linux-Tage 2023Allerdings war der Vortrag auch nur sehr akademisch, der Dozent hatte weder viel Ahnung von der Software, noch war der Vortrag spannend. Als es zum Ende hin mit den Fragen auch nicht interessanter wurde, verschwand ich vorzeitig aus dem Vortrag.
Uwe im Wohnzimmer am LaptopEigentlich hatte ich dann keinen Vortrag mehr auf meiner Liste, der mich halbwegs interessiert hätte. Tantwydjatwydtwyd hatte ein paar Stücken Torte für uns und so setzte ich uns Kaffee auf. Als wir mit dem Vesper fertig waren, fand ich doch noch einen Vortrag (Heimspiel für deine Daten: Die (einfache) Cloud von zu Hause). Tantwydjatwydtwyd hatte nichts dagegen und so schaute ich mir den Vortrag auch noch an. Allerdings fand ich diesen Vortrag an vielen Stellen regelrecht falsch. Vielleicht meinte der Dozent das richtige, aber was er sagt, war gelegentlich etwas anderes. Zum Beispiel hat er das Thema DNS-Provider entweder nicht verstanden oder dabei etwas verwechselt. Das Wort DynDNS habe ich jedenfalls nicht gehört. Auch ansonsten fand ich den Dozenten oft sehr vage und wer dieses Thema mit diesem Vortrag erschließen will, wird nicht weit kommen.
Nachtrag:
hinter den GärtenEin paar Tage später hörte ich mir noch einmal den Mitschnitt des vim-Kurses „Register und Makros in Vim“ komplett an. Der war ganz interessant und ich schrieb dort auch noch mal einiges mit.
Außerdem hatte ich den Vortrag Verschlüsseltes Cloud-Backup mit Linux-Bordmitteln auf meine To-do-Liste gestellt. Heute kam ich aber nicht sofort dazu, ihn mir auch anzuhören.