Auch das Feld, dass ich gestern Abend als meinen Schlafplatz erkoren hatte, war etwas matschig geworden, ganz zu schweigen von meinem Zelt. Zum Glück war der Boden etwas sandig und klebte dadurch nicht so sehr am Stoff.
Ich frühstückte im Zelt und beim Abbauen hörte es dann zum Glück auf zu nieseln. Nur der Mais und die nahen Bäume tropften noch etwas nach. Allerdings war das Zelt und auch der Schlafsack ziemlich feucht.
Der Weg am zweiten Tag meiner „großen Tour“ vom Pott zur Oder führte mich erst mal weiter durch die Lippeauen. Ich kam durch viele Orte, die die „Lippe“ im Namen hatten und es gab auch die üblichen Schenkelklopfer in den Straßennamen: Unterlippe, Oberlippe, Lippstadt, Lipperode usw. Und auch mein erstes „Sekundär-Ziel“ auf dieser Tour, die Lippe-
In Bad Lippspringe schlug ich einen geplanten Harken, um an der Lippe-
Hatte es bisher schon einige Hügel gegeben, war das doch nichts im Vergleich zu dem, was jetzt folgen sollte, als ich weiter fuhr. Langsam aber sicher begann wohl das Weserbergland und auf dem ersten Stück kamen mir die Bäche am Wegesrand leider entgegen, – was dann wohl bedeutet, dass der Trend eher bergauf ist. Kurz vor Detmold traf ich dann endlich auf den Europaradweg R1 (bzw. D-Route D3), dem ich nun weitestgehend bis zur Oder folgen will. Irgendwo an der B1 um den Kartoffelberg kam ich heute auch am höchsten Punkt meiner Tour vorbei – leicht daran zu erkennen, dass nachher die Bäche „mit mir waren“. :) Auf die Weser traf ich in Höxter und dem Fluss folgte ich ein paar Kilometer stromabwärts bis nach Holzminden.
Dort wollte ich eigentlich auf einen Campingplatz nahe der Weserbrücke, um zu übernachten. Allerdings war der Platz ziemlich voll und die letzten freien Plätze waren mir „zu laut“. So dankte ich und fuhr weiter, bis ich ein paar Kilometer weiter eine andere, ruhigere Stelle für mein Zelt fand. Diesmal stellte ich mein Zelt auf den Windbruch in einem Gerstenfeld. Dummerweise war ich heute nicht zum „duschen“ gekommen. Vor der Weser hatte ich mich darauf versteift, in der Weser zu „duschen“. An einer passenden Stelle hatte ich auch mal angehalten und mich mit dem Duschzeug zum Ufer durch das Unkraut gekämpft. Die Weser stellte sich aber als sooo dreckig heraus, dass ich es mit dem baden gehen doch besser lies. Auch auf dem letzten Stück ab Holzminden fand ich keine Bademöglichkeit mehr und so musste ich diese Nacht ungeduscht schlafen, was nach der heutigen Strecke nicht gerade angenehm war.
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