Um 19 Uhr wollten 
Leider waren die schon ziemlich abgerockt und ich hatte zu tun, sie überzuziehen – und man gut.
Dann könnten wir starten, verabschiedeten uns von
Dort nahmen wir den nördlichen Leinpfad und fuhren in Richtung Gelsenkirchen. Vor dem Nordsternpark gab es eine Baustellenankündigung mit einer Sperrung des Radweges, die wir ignorierten.
Allerdings stellte sich das dann doch als Fehler heraus, denn an der Baustelle kamen wir nicht weiter und mussten das Stück zurückfahren. Die Baustelle stellte sich dann auch als größer heraus, aber die Kanalbrücke war noch erreichbar und wir wechselten auf ihr die Kanalseite.
Während der ganzen Zeit hatten wir leichten Gegenwind und es nieselte auch ein wenig. An der Schleuse Gelsenkirchen hielten wir kurz und machten eine Pause. Einer Schleusung sahen wir leider nicht, und weil auch kein Schiff in Sicht war, würde das wohl auch nicht demnächst passieren.
Die obere Seite meiner Oberschenkel war inzwischen schon etwas kühl geworden und auch die Füße waren nicht mehr ganz geschmeidig.
Für das nächste Stück blieben wir auf der linken Seite und fuhren erst bis kurz vor die Kurt-Schumacher-Straße
und dann auf den Rieselfeldern zwischen Emscher und Kanal bis zur blauen Murmel. Dort mussten wir die Adenauerallee überqueren und konnten dann wieder auf den linken Leinpfad fahren.
Nach einigen Kilometern lag auf der anderen Kanalseite der neue Wohnhafen „Stölting Harbo“ und auf unserer Seite war ein Schild der Emscherkunst, das ich immer ziemlich witzig finde. Kunst könnte ja von Können kommen.
Bei diesem roten Schild mit weißer Schrift sehe ich den künstlerischen Part nicht wirklich. Auch die Argumente, die ich dazu vorher in einer Reportage gehört hätte, fand ich ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ich finde ja, dass hier nur übersteigertes Selbstbewusstsein und viel Wollen am Werk waren. Deshalb nenne ich so etwas gern „Wunst“, weil von „wollen“.
Aber wir ließen es uns nicht nehmen, dort einen Selfie zu machen, das dann auch unmittelbar im WhatsApp-Status landete.
Am blauen Ball war ich absichtlich auf dem nördlichen Leinpfad geblieben, weil wir dadurch über den Grimberger Sichel fahren konnten, um über den Kanal zu kommen.
Dort wollten wir nämlich den Kanal verlassen und auf der Erzbahntrasse ein Stück in Richtung Bochum radeln. Die nächsten Strecken-Kilometer gingen zwar nur leicht, aber kontinuierlich bergan. Nach der Zeit mit Gegenwind und mit kaltem Oberschenkel waren wir jetzt nicht mehr ganz so sportlich unterwegs. Außerdem hatte ich das Ausdauertraining in den vergangenen Jahren wohl etwas vernachlässigt.
An der Bude machten wir die nächste kurze Pause und hier wollten wir die Erzbahntrasse auch verlassen. Die Bude und auch die Toilette lagen im Winterschlaf. Auch das Wetter war seit einer Weile auf diesem Trip, in Richtung Winter. Auf den Tischen und Bänken hatte sich eine dünne Schicht aus Schneematsch gebildet, denn schon seit einer Weile war der Niesel von Schnee durchsetzt.
Weiter ging es dann auf der Kray-Wanner-Bahn und meistens hatten wir darauf leichten Rückenwind. So fuhren wir bis zur großen Zeche in Katternberg und dort aber zum Haupteingang, denn ich wollte ein Foto vom Doppelbock machen, ohne die (schriftliche) Hausordnung der aktuellen, sehr selbstherrlichen Zechen-Fürsten zu verletzen.
Wir radelten dann durch die Zeche und die Kokerei, und eigentlich wollte ich auf der anderen Seite eine Radweglücke über die S-Bahn-Strecke nutzen. Allerdings fiel mir dann schon vorher ein, dass ich auch bei der letzten Runde, in der ich hier vorbeikam, die Brücke vergeblich gesucht hatte. Zum Glück kannte
Ab dort kannte ich mich dann wieder aus und wir fuhren entlang der Berne bis zum Horbach-Baumarkt an der Bottroper Straße. Die mussten wir dann überqueren und radelten wir durch die Zeche Levin zum Kanal und dann in Richtung Oberhausen Borbeck. Dahinter nahmen wir die Brücke der Ripshorster Straße, um über die Bahn zu kommen, fuhren auch durch die ehemalige Zeche Oberhausen und an der Knappenhalde vorbei.
So kam ich gegen 23:30 Uhr und ziemlich durchgefroren wieder zu Hause an.
Ich habe mir anschließend nur noch einen Tee gebrüht, die leere Fahrradlampe ans Ladegerät und bin dann kurz nach Mitternacht doch „schon“ ins Bett. Vorher hatte ich noch erzählt, dass ich mit dem Adrenalin nicht gleich schlafen kann, das stimmte nicht.
Hinterlasse einen Kommentar