Betonabsperrungen

G20 in Hamburg

StadtgartenDas G20 Treffen hatte noch nicht richtig begonnen und schon gibt es die ersten unschönen Bilder und Nachrichten. Gleich die erste Nacht vom Donnerstag auf Freitag zeigte, dass es viele G20-Gegner gibt, die nicht an friedlichen Protest interessiert sind. Wie man hörte hatten diese „Mitbürger“ offensichtlich schon vor Beginn der Zusammenstöße auf „bewaffneten Kampf“ gesetzt und die Dächer mit entsprechenden Wurfmaterial bestückt. Dagegen muss ein wehrhafter Staat natürlich konsequent vorgehen. Interessanterweise hatte dieser Staat aber erst stundenlang zugesehen, bevor die Polizei gegen diesen bürgerkriegs-ähnlichen Zustand vorging.
Viel schlimmer finde ich allerdings die Aktionen auf der vorangegangenen Demo am Donnerstag Nachmittag. Das die Randalierer randalieren, ist keine Sache die man hinnehmen darf, dass aber auch die Polizei auf friedliche Demonstranten einprügelt, nur weil sie 200 Meter vor dem schwarzen Block laufen, ist ein absolutes NoGo. Eine Polizei die die friedlichen Demonstranten nicht schützt und respektiert möchte hoffentlich keiner mehr in diesem Land sehen. Ein Staat der so etwas zulässt, hat jeden Respekt verloren.

BetonabsperrungenAuch in den nächsten Tagen gab es gerade von Seiten der Polizei kein wirklich gutes Bild. Das gab es eine Presse-Konferenz in der immer und immer wieder ein Video von Donnerstag Nacht gezeigt wurde, in dem ein Demonstrant ein MolotowCocktail vom Dach auf die Polizisten warf, die zum Glück unterwegs aus ging. – Eine absolut widerliche Tat, denn wenn der Bezin-Inhalt zwischen den Polizisten oder gar auf dem Kopf eines Polizisten explodiert wäre, möchte man sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre. Der Polizeisprecher war zurecht aufgebracht. – Zu Recht, bis sich ein paar Tage später herausstellte, dass das „nur“ ein Blitzknaller war. – Deshalb war auf der Wärmekamera zwischendurch nichts zu sehen und deshalb gab es auf halber Höhe einen kurzen Blitz. Vielen Dank für die Desinformation, „lieber“ Polizeisprecher und – was von dem ganzen Gelaber kann man den wirklich glauben.
Wenn man die ganzen Bilder dieser Tage sieht und vor allem die verbale Hochrüsterei der Tage davor, kann man nur sagen, dass die Polizei alles dafür getan hat, dass wir genau diese Bilder von Donnerstag Nacht sehen konnten. Da gab es keinen Lichtblick einer Deeskalation – oder glaubt ihr dass irgend ein friedlicher Demonstranten über diese riesigen Wasserwerfer, die ihr da aufgefahren habt, freut?

Die Polizei wollte diese Bilder und sie hat diese Bilder bekommen und das macht mich sehr betroffen. Der Staat der unsere Kinder, die friedlich gegen den G20-Gipfel demonstrieren wollten, beschützen soll, hat sie statt dessen kriminalisiert- und das ist ein sehr schlechtes Zeichen. – Und leider kommen da bei mir ein paar Erinnerungen hoch.

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Uwe

Uwe beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Linux und Webdesign, seit 2006 benutzt er WordPress zum schreiben eines "Tagebuchs". Tätig ist Uwe als Webmaster und Netzwerkadministrator, er arbeitet und lebt seit 2001 in Oberhausen. In seiner Freizeit ist er viel mit dem Mountainbike und dem Fotoapparat unterwegs.

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